Flachdach

Flachdächer sind sowohl bei Gewerbebauten vorzufinden (Bürogebäude, Fabriken, Supermärkte) als auch bei Wohnbauten. Vorteile von Flachdächern mit Abdichtung gegenüber geneigten Dächern mit Dachdeckung:



    Geringes Eigengewicht der Dachhaut
    Erweiterte Nutzungsmöglichkeit (z.B. Dachterrassen, begrünte Flächen, Parkdecks, Aufstellung und leichte Zugänglichkeit für technische Aggregate)
    Belichtungsmöglichkeit für innenliegende Räume
    Gestalterische Freiheit im Grundriß (auch für späterere Erweiterungen)



Tragwerk
Bei Flachdächern im Geschossbau ist die oberste raumabschließende Geschossdecke im Normalfall Bestandteil der Dachkonstruktion. Meist handelt es sich dabei um Stahlbetonmassivplatten, Profilbleche oder Stahlbetontragwerke. Auf flachgeneigten Holzdachkonstruktionen sind abgedichtete Flachdachflächen auch möglich, wenngleich seltener. Dachtragwerk und Dachaufbau bedingen sich gegenseitig und müssen bei der Planung als Einheit betrachtet werden.


Aufbau
Flachdächer werden als Warmdach (nicht belüftetes Dach), als Kaltdach (belüftetes Dach) oder auch als Umkehrdach mit außenliegender Wärmedämmung ausgeführt. Bei Sanierungen kann auch das untere, alte Dach, verbleiben, darauf wird dann ein Neuaufbau hergestellt (DUO-Dach). Ist kostengünstiger, gerade bei einer Sanierung, da die sehr immensen Abrißkosten eingespart werden können. Diese Ausführung sollte jedoch unbedingt technisch, objektbezogen, geprüft werden.


Abdichtung
Den Schutz vor eindringendem Wasser übernimmt beim geneigten Dach die regensichere Dachdeckung, beim Flachdach die wasserdichte Dachabdichtung. Neben der Dichtigkeit sind laut Landesbauordnungen umfassende Anforderungen an die Widerstandfähigkeit gegen Flugfeuer und strahlende Wärme gefordert gem. DIN EN 1187 B roof t1. Typische Materialien zur Abdichtung von Flachdächern sind Bitumen-Schweißbahn (heute in der Regel kunststoffvergütet) und Dichtungs- und Kunststoffdachbahnen.

Bituminöse Dachabdichtungen haben sich im Markt langjährig bewährt, da die Nahtfügung einfach ist und leicht optisch kontrolliert werden kann. Hier unterscheidet man für plastisch (APP) und elastisch (SBS)modifizierte Bitumenbahnen, die unterschiedliche Werkstoffeigenschaften aufweisen: Plastische Bitumenbahnen haben eine hohe Widerstandsfähigkeit gegen Wärmeeinwirkung, aber Schwächen in der Beständigkeit bei kalten Temperaturen. Sie werden häufig im Mittelmeerraum eingesetzt. Elastische Bitumenbahnen haben eher Stärken im Kaltbiegeverhalten und finden überwiegende Anwendung in Zentraleuropa. Bituminöse Abdichtungen haben insbesondere den Vorteil, das die spätere Nachbearbeitung z.B. für zusätzliche Durchdringungen für Klimaanlagen etc. unproblematisch ist.

Als langlebig und widerstandsfähig haben sich auch EPDM-Dichtungsbahnen aus Kautschuk erwiesen, in Abhängigkeit von der regelgerechten Verarbeitung der Nähte durch den Handwerkerfachmann, die bei dieser Materialgruppe besonders anspruchsvoll und schwierig ist. Des weiteren gilt dieses für Kunststoffdachbahnen aus PVC, PE, EVA, PIB oder Thermopolyolefine.

Außer den genannten Abdichtungen sind auch Dacheindeckungen in Metall z.B.: Edelstahl möglich, sowie Flüssigbeschichtungen.

Entwässerung
Flachdächer müssen an mehreren Stellen entwässert werden. Oft umfasst eine Attika die Flachdachfläche.


quelle:Wikipedia

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